PM: Wieder kein Plan B für die Zeit nach den Weihnachtsferien

Den Landeselternausschuss machen die Informationen aus dem heutigen Schreiben der Senatsbildungsverwaltung an die Schulen fassungslos. Es ist ein „weiter wie bisher“ gepaart mit einem indirekten „bereiten Sie sich auf Mehrarbeit vor“.

Angesicht der Beratungen des Hygienebeirates am Montag mit sehr klaren und deutlichen Hinweisen, sich auf eine vergleichbare Situation wie z. B. in London vorzubereiten, wo es keine fünfte Welle mit der Omikron-Variante gibt, sondern eine steile Wand mit Bezug auf die Fallzahlen, fehlen entsprechende Konsequenzen.

Der LEA hat am Montag folgende Punkte im Beirat vorgeschlagen:

  • Präsenzpflicht aussetzen (außer Stark trotz Corona-Teilnehmende)
  • tägliches Testen für alle verbleibenden Anwesenden ohne zeitliche Beschränkung auf eine Woche
  • sofortige Meldung positiver Schnelltest-Ergebnisse an alle Eltern der Klasse, um ihre Kinder aus außerschulische Aktivitäten herauszuhalten zu können
  • Mitgeben mindestens eines Selbsttests aus schulischen Beständen für den ersten Schultag, um sich vor Antritt des Weges in die Schule selbst testen zu können
  • Zeit für die Schulen, um vor dem Beginn der Ferien noch die Alternativkonzepte zu aktualisieren und ggf. Szenarien zu proben

Diese Punkte finden sich im Schulschreiben leider nicht wieder. Es ist kein Plan B erkennbar, der aber angesichts der Situation - die auch seitens aller anerkannten Expert*innen (u. a. RKI-Empfehlung und einstimmige Stellungnahme des Expert*innenrates der Bundesregierung) prognostiziert wird - dringend notwendig ist. Dies sollte nicht erst ein paar Tage vor dem derzeit geplanten Schulstart kommuniziert werden. Darüber hinaus stellt sich die grundsätzliche Frage, wie weitere Änderungen angemessen an die Schulleitungen, das pädagogische Personal, die Schüler*innen und Eltern gebracht werden können. Nur zur Sicherheit zur Erinnerung: Die Tage vor Schulstart sind Sonn- bzw. Feiertage.

Hier braucht es ein dringendes Nachsteuern, um proaktiv mit der Lage umzugehen, mindestens aber angemessen auf die Lage zu reagieren.