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Berliner Zeitung
Archiv » 2010 » 24. Juni » Tagesthema
ELTERN
"Wir sind auf dem richtigen Weg"
Herr Peiritsch, Berlin liegt im Bildungsvergleich wieder weit hinten, Bayern und Baden-Württemberg sind ganz vorne. Überrascht Sie das?
Nein. Mich überrascht eher, dass man einem solchen Teilaspekt eines solchen Rankings eine derartige Bedeutung zumisst. Es ist doch eine Binsenweisheit, dass es zwischen einer internationalen Metropole mit anspruchsvollen sozialen Strukturen und einem gemäßigter strukturierten großflächigen Bundesland große Unterschiede bei den Voraussetzungen und also den Ergebnissen geben muss. Wir haben hier ganz andere Herausforderungen zu stemmen als im Schwabenland.
Man hätte sich die Studie sparen können?
Das nicht. Solche Studien sind wichtig, um motiviert zu werden und festzustellen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Aber man sollte kein einfach gestricktes Ranking machen. Meiner Meinung nach sind wir in Berlin auf dem richtigen Weg. Die soziale Herkunft spielt beim Bildungserfolg eine entscheidende Rolle. Berlin investiert viel in die soziale Förderung, da sind wir bundesweit im Spitzenfeld zu finden. Außerdem befinden wir uns mitten in einer großen Schulstrukturreform, die viel Bewegung und neue Chancen in die Bildungslandschaft bringen wird.
Ihnen ist nicht bang angesichts der Ergebnisse?
Nein. Denn der Wille zur Verbesserung ist zu 100 Prozent da. Das wird niemand den mit Schule Befassten dieser Stadt absprechen wollen.
Es gab schon viele Reformschritte, aber das Berliner Ergebnis ist immer noch schlecht.
Ach, ich möchte lieber nach vorne sehen. Wir stehen vor neuen, großen Herausforderungen, die sollten wir optimistisch angehen.
Welche Herausforderungen sind das?
Wir müssen vor allem die Personalausstattung in den Schulen verbessern, sowohl bei den Lehrern als auch bei den Erziehern, Schulhelfern, Sozialarbeitern und sonstigem Personal. Diese Entwicklung muss mit den Reformen zwingend einhergehen. Hier herrscht teilweise bedenklicher Mangel.
Vor allem türkisch-stämmige Kinder erzielen laut Studie schlechtere Ergebnisse. Müssen sie gezielter gefördert werden?
Es geht hier nicht um ein Problem der türkischen oder arabischen Kinder. Es gibt auch bei Kindern aus deutschen Familien einen großen Förderbedarf. Wir haben ein breiteres soziales Problem zu bewältigen, als es vielleicht anderswo der Fall ist, und da muss man ansetzen. Die Angebote sind da, wir müssen sie aber noch treffsicherer gestalten.
Angesichts der geplanten Reform, was schätzen Sie: Wird Berlin in zehn Jahren bei einer Bildungsstudie mal ganz vorne liegen?
Auch in zehn Jahren wird es noch große Unterschiede zwischen den Bundesländern geben. Und auch dann werden wir in Berlin noch vor großen Herausforderungen stehen. Aber wenn wir uns spürbar verbessert haben, wäre das ein Erfolg.
Das Gespräch führte Iris Brennberger.
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29.06.2010
Schule findet Eltern
Von zahlreichen Schulleitern als auch von Mitarbeitern der Schulaufsicht wird dem Landeselternausschuss zugetragen, dass das nächste Schuljahr wegen der nicht ausreichend erfolgten Lehrereinstellungen in vielen Fällen nur mit vielen Lücken und Unterrichtsausfall geplant werden kann. Diese Sorge besteht sowohl
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Grundschulen
Mitte:
Miriam-Makeba-Grundschule (ehemals Gotzkowsky-Grundschule) (Mai 2010)
Grundschule am Arkonaplatz (Februar 2008)
Rudolf-Wissel-Grundschule (Mai 2010)
Friedrichshain-Kreuzberg:
Charlotte-Salomon-Grundschule (Juli 2007)
Fanny-Hensel-Schule (Juni 2008)
Galilei-Grundschule (Mai 2009)
Grundschule am Traveplatz (Mai 2010)
Ludwig-Hoffmann-Schule (September 2008)
Paul-Dohrmann-Grundschule (Dezember 2006)
Reinhardswald-Grundschule (Januar 2012)
Pankow:
Jeanne-Barez-Schule (Februar 2012)
Carl-Humann-Grundschule (September 2010)
Elizabeth-Shaw-Grundschule (Juni 2009)
Grundschule am Sandhaus (April 2007)
Grundschule am Teutoburger Platz (Mai 2010)
Grundschule an der Marie (April 2008)
Thomas-Mann-Grundschule (November 2007)
Charlottenburg-Wilmersdorf:
Eichendorff-Grundschule (Mai 2010)
Grundschule am Rüdesheimer Platz (März 2008)
Halensee-Grundschule (März 2009)
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule (März 2011)
Joan Miró-Grundschule (März 2009)
Katharina-Heinroth-Grundschule (Juni 2010)
Ludwig-Cauer-Grundschule (Juni 2009)
Reinhold-Otto-Grundschule (Dezember 2009)
Spandau:
Akanier-Grundschule (Mai 2007)
Charlie-Rivel-Grundschule (September 2010)
Grundschule am Birkenhain (Oktober/November 2006)
Grundschule am Brandwerder (März 2010)
Grundschule im Beerwinkel (Januar 2011)
Grundschule am Windmühlenberg (Juli 2010)
Konkordia-Grundschule (Juni 2007)
Linden-Grundschule (Juni 2007)
Schule am Grüngürtel (März 2008)
Steglitz-Zehlendorf:
Alt-Lankwitzer-Grundschule (Mai 2010)
Johannes-Tews-Grundschule (April 2008)
Kronach-Grundschule (Juni 2008)
Mühlenau-Grundschule (Dezember 2008)
Rothenburg-Schule (September 2010)
Sachsenwald-Grundschule (November 2006)
Zinnowwald-Grundschule (Mai 2008)
Tempelhof-Schöneberg:
Finow-Grundschule (September 2009)
Löcknitz-Grundschule (Februar 2008)
Maria Montessori-Schule (März 2006)
Paul-Klee-Grundschule (Dezember 2006)
Ruppin-Grundschule (August 2007)
Teltow-Grundschule (Juni 2010)
Tempelherren-Grundschule (März 2008)
Werbellinsee-Grundschule (Juni 2008)
Neukölln:
Christoph-Ruden-Schule (Juni 2008)
Peter-Petersen-Grundschule (Oktober 2006)
Regenbogen-Grundschule (Juni 2008)
Rose-Oehmichen-Schule (September 2008)
Treptow-Köpenick:
Grundschule am Heidekampgraben (Januar 2009)
Grundschule an der alten Feuerwache (März 2009)
Marzahn-Hellersdorf:
Paavo-Nurmi-Grundschule (Mai 2009)
Lichtenberg:
Adam-Ries-Grundschule (Februar 2010)
Bernhard-Grzimek-Schule (September 2009)
Grundschule am Wäldchen (September 2009)
Richard-Wagner-Grundschule (Juni 2007)
Sonnenuhr-Grundschule (Juli 2010)
Reinickendorf:
Alfred-Brehm-Schule (Janur 2007)
Grundschule am Fließtal (Mai 2006)
Grundschule am Schäfersee (Januar 2009)
Hausotter-Grundschule (April 2007)
Havelmüller-Grundschule (September 2009)
Mark-Twain-Schule (Januar 2010)
Integrierte Sekundarschulen
Bertholt-Brecht-Schule (Mai 2006)
Carl-Zeiss-Oberschule (März 2010)
Carlo-Schmid-Schule (Mai 2010)
Friedensburg-Oberschule (Januar 2011)
Gustav-Heinemann-Oberschule (Januar 2009)
Heinrich-Böll-Gesamtschule (Februar 2008)
John-F.-Kennedy-Schule (Februar 2009)
Martin-Buber-Oberschule (Mai 2006)
Nelsen-Mandela-Gesamtschule (April 2006)
Solling-Oberschule (Oktober 2008)
Sophie-Scholl-Oberschule (Mai 2007)
Wilma-Rudolph-Oberschule (April 2010)
Gymnasien
Albert-Einstein-Gymnasium (Mai 2007)
Albert-Schweitzer-Gymnasium (November 2009)
Arndt-Gymnasiums Dahlem (Januar 2011)
Bertha-von-Suttner-Oberschule (Januar 2008)
Beethoven-Oberschule (Dezember 2011)
Diesterweg-Gymnasium (Mai 2007)
Fichtenberg-Oberschule (November 2008)
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (April 2008)
Georg-Büchner-Oberschule (April 2010)
Goethe-Oberschule (November 2010)
Gottfried-Keller-Gymnasium (Dezember 2008)
Hans-Carossa-Gymnasium (September 2006)
Hildegard-Wegscheider-Gymnasium (Juni 2007)
Humboldt-Gymnasium (Oktober 2007)
John-Lennon-Gymnasium (Mai 2006)
Käthe-Kollwitz-Oberschule (Oktober 2010)
Lessing-Gymnasium (Januar 2009)
Lilienthal-Gymnasium (November 2007)
Lily-Braun-Oberschule (März 2010)
Marie-Curie-Oberschule (November 2010)
Max-Planck-Schule (November 2009)
Otto-Nagel-Gymnasium (Januar 2012)
Paul-Nartop-Oberschule (Januar 2010)
Rosa-Luxemburg (September 2006)
Rückert-Gymnasium (Februar 2007)
Schiller-Gymnasium (Dezember 2009)
Sophie-Charlotte-Oberschule (Januar 2010)
Walther-Rathenau-Schule (März 2010)
Willi-Graf-Gymnasium (Dezember 2009)
Oberstufenzentren
OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen (November 2007)
OSZ Brillat-Savarin-Schule (Gastgewerbe) (Februar 2011)
OSZ Georg-Schlesinger (Juli 2008)
OSZ Industrie und Datenverarbeitung (Februar 2008)
OSZ Informations- und Medizintechnik(März 2009)
OSZ Kommunikations-, Informations- und Medientechnik (Februar 2010)
OSZ Lise-Meitner-Schule (April 2008)
OSZ Peter-Lenné-Schule [Agrarwirtschaft] (Februar 2007). 2. Durchgang, 2012: http://www.peter-lenne-schule.de/images/pdfs/evaluation/2012-bericht-schulinspektion-06b01.pdf
OSZ Sozialwesen II (Januar 2011)
Förderzentren
Marianne-Cohn-Schule (März 2011)
Richard-Keller-Schule (April 2009)
Schule am Friedrichshain (Juli 2009)
Schule am Grüngürtel (März 2008)
Schule am Hasenhegerweg (Juli 2010)
Toulouse-Lautrec-Schule (N /ppadding-left: 30px;p style=ovember 2006)
Berufsschulen mit Sonderpädagogik
Annedore-Leber-Oberschule (Oktober 2006)
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August-Sander-Schule (November 2010)
Loschmidt-Oberschule (November 2008)
ehemalige Realschulen
Albrecht-Wegener-Schule (März 2006)
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Pressemeldung
Gütersloh, 09.07.2010
Umfrage: Wenig Unterstützung für bildungsferne Familien - Eltern mit Leistungsfähigkeit von Schulen zufrieden
Weiterlesen: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-B89AD008-9D40B8EB/bst/hs.xsl/nachrichten_102113.htm
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Ausführungsvorschriften über Hausaufgaben
(Vom 15. März 1991 - ABl. S. 704 - DBl.III S.119) -
Offiziell nicht mehr gültig, gilt aber immer noch als Orientierungsrichtlinie
Aufgrund des § 59 Satz 1 des Schulgesetzes für Berlin (SchulG) in der Fassung vom 20. August 1980 (GVBl. S. 2103), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.Oktober 1990 (GVBL. S.2202), wird bestimmt:
1 Geltungsbereich
Diese Ausführungsvorschriften gelten für die Berliner Schule mit Ausnahme der Schulen für Geistigbehinderte, die Lehrgänge an Volkshochschulen nach §53 Satz1 Nr.1 SchulG, das Berlin-Kolleg und das Abendgymnasium.
2 Grundsatz
(1) Hausaufgaben müssen von den Schülerinnen und Schülern selbständig, das heißt ohne Hilfe der Erziehungsberechtigten oder anderer Personen angefertigt werden können.
(2) Die Schulkonferenz beschließt im Rahmen dieser Vorschriften über die Grundsätze für Art und Umfang der Hausaufgaben. Soweit in den Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges ein der Schulkonferenz entsprechendes Gremium nicht existiert, tritt die Konferenz der Lehrkräfte an die Stelle der Schulkonferenz.
3 Zweck und Form
(1) Der Erwerb von Fertigkeiten und Kenntnissen sowie ihre Einübung, Vertiefung und Anwendung erfolgt im wesentlichen während der Unterrichtszeit. Hausaufgaben unterstützen die im Unterricht eingeleiteten Lernprozesse, die Erziehung zu sorgfältiger, vollständiger und pünktlicher Ausführung von Aufträgen, zu selbständiger Einteilung der Arbeitszeit sowie zum sachgerechten Gebrauch von Hilfsmitteln. Sie können in mündlicher und schriftlicher Form erfolgen.
(2) Hausaufgaben können auch der Vorbereitung von Unterrichtsvorhaben dienen. Ausgefallener Unterricht kann durch sie nicht ersetzt werden.
(3) Als Strafe oder als Mittel zur Wahrung der Disziplin sind Hausaufgaben pädagogisch nicht vertretbar und daher unzulässig.
4 Voraussetzungen
(1) Hausaufgaben sind nur zu erteilen, wenn sie unter didaktischen Gesichtspunkten notwendig sind. Es ist nicht erforderlich, täglich Hausaufgaben zu erteilen.
(2) Hausaufgaben dürfen nur dann erteilt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler innerhalb des Unterrichts so mit dem Lerngegenstand vertraut gemacht worden sind, daß sie die Hausaufgaben selbständig anfertigen können. Dazu gehört auch das Vertrautsein mit den Arbeitstechniken und dem Gebrauch von Hilfsmitteln.
5 Terminliche Einschränkungen
Von Sonnabend zu Montag sowie über die Schulferien dürfen in den Klassen 1 bis 10 keine Hausaufgaben erteilt werden; dies gilt sinngemäß auch für gesetzliche Feiertage. Darüber hinaus dürfen an Ganztagsschulen Hausaufgaben nicht von einem Tag zum anderen aufgegeben werden. Dies gilt auch für Grundschulen an Tagen mit Nachmittagsunterricht.
6 Schwierigkeitsgrad und Umfang
(1) Der Schwierigkeitsgrad muß der Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Sie dürfen weder überfordert noch in ihrer Freizeit unangemessen eingeschränkt werden.
(2) Der Umfang ist so zu bemessen, daß bei durchschnittlichem Arbeitstempo der Lerngruppe folgende Richtzeiten nicht überschritten werden:
In der Klassenstufe 1.................015 Min. tägl. Arbeitszeit
In der Klassenstufe 2.................030 Min. tägl. Arbeitszeit
In den Klassenstufen 3 und 4.. ..045 Min. tägl. Arbeitszeit
In den Klassenstufen 5 und 6... .060 Min. tägl. Arbeitszeit
In den Klassenstufen 7 bis 9.... 090 Min. tägl. Arbeitszeit
In der Klassenstufe 10............. .120 Min. tägl. Arbeitszeit
(3) Auch in den Ganztagsschulen erhöht sich mit aufsteigenden Klassenstufen die Notwendigkeit, Aufgaben außerhalb des Unterrichts zu bearbeiten. Während in den Ganztagsschulen der Grundstufe Hausaufgaben nach Möglichkeit zu vermeiden sind, dürfen Hausaufgaben in den Klassenstufen 7 und 8 im Umfang von bis zu 180 Minuten wöchentliche Arbeitszeit, in den Klassenstufen 9 und 10 im Umfang von bis zu 240 Minuten wöchentliche Arbeitszeit erteilt werden.
(4) In der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe in Oberstufenzentren soll der Umfang der Hausaufgaben nicht mehr als 360 Minuten in der Woche betragen. Werden sonst im SekundarbereichII 36 Wochenstunden unterrichtet, soll der Umfang der Hausaufgaben 10 Zeitstunden pro Woche nicht überschreiten; bei mehr als 36 Wochenstunden ist der Umfang der Hausaufgaben entsprechend herabzusetzen.
(5) Bei Teilzeitunterricht (Berufsschule, Fachoberschule, Abendschulen) ist die zeitliche Belastung der Schülerinnen und Schüler durch die betriebliche Ausbildung (Berufsausbildung oder Teilzeitpraktikum) beziehungsweise die Berufstätigkeit zu berücksichtigen. Bei Teilzeitunterricht von bis zu acht Wochenstunden soll der Umfang der Hausaufgaben 120 Minuten wöchentliche Arbeitszeit, bei Teilzeitunterricht von bis zu fünfzehn Wochenstunden soll der Umfang der Hausaufgaben 180 Minuten wöchentliche Arbeitszeit nicht übersteigen.
7 Absprache der Lehrerinnen und Lehrer
(1) Durch regelmäßige gegenseitige Absprachen der die Lerngruppe unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer ist sicherzustellen, daß die Bestimmungen der Nummer 6 sowie die weiteren, von der Schulkonferenz gemäß § 53 Abs. 2 Nr. 1 des Schulverfassungsgesetzes beschlossenen Grundsätze eingehalten werden und eine unverhältnismäßige Belastung der Schülerinnen und Schüler in einzelnen Fächern vermieden wird.
(2) Einzelheiten des Verfahrens beschließt die Gesamtkonferenz bzw. die Konferenz der Lehrkräfte; sie kann diese Aufgabe der Klassenkonferenz/Jahrgangskonferenz, in der gymnasialen Oberstufe gegebenenfalls der Teilkonferenz für die gymnasiale Oberstufe übertragen.
8 Kontrolle der Hausaufgaben
(1) Alle Hausaufgaben sind je nach der Aufgabenstellung im Unterricht auszuwerten oder zu kontrollieren. Die Arbeitsergebnisse sollen durch die Lehrerin und den Lehrer, können aber auch von den Schülerinnen und Schülern gegenseitig überprüft werden.
(2) In geeigneten Fällen können die in Hausarbeiten erworbenen Kenntnisse schriftlich kontrolliert werden. Der in der schriftlichen Kontrolle nachgewiesene Kenntnisstand kann benotet werden. Die Kontrolle darf 10 Minuten nicht überschreiten.
9 Auswertung der beim Erteilen von Hausaufgaben gewonnenen Erfahrungen
Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte müssen die Möglichkeit haben, sich über ihre Erfahrungen mit Hausaufgaben zu äußern. Es ist daher dafür zu sorgen, daß mindestens einmal jährlich eine Aussprache über Hausaufgaben in der Schulkonferenz sowie in den Lehrerkonferenzen und in den Klassenelternversammlungen, in Gesamtschulen in den Elternversammlungen der Kerngruppen, in der gymnasialen Oberstufe in der Teilelternversammlung stattfindet.
10 Inkrafttreten
(1) Diese Ausführungsbestimmungen treten am 1.Mai 1991 in Kraft; sie treten mit Ablauf des 31. Juli 2000 außer Kraft.
(2) Die Ausführungsvorschriften über das Erteilen von Hausaufgaben vom 23. Juni 1980 (ABl. S.1253/DBl.III S.115) werden hierdurch ersetzt.
http://www.lsv-berlin.de/lsv2/filebase/Altes/av_hausaufgaben.pdf
Hausaufgaben - Zeitliche Beschränkungen: Hausaufgaben...
dürfen nicht von Sonnabend auf Montag oder über die Schulferien erteilt werden
sind in Ganztagsgrundschulen zu vermeiden und dürfen in Ganztagschulen der Sek I in den Klassenstufen 7 und 8 bis zu 180 Minuten und in den Klassenstufen 9 und 10 bis zu 240 Minuten betragen
dürfen in Ganztagsschulen oder bei Nachmittagsunterricht nicht von einem Tag auf den anderen aufgegeben werden
dürfen bei durchschnittlichem Arbeitstempo folgende tägliche Arbeitszeiten nicht überschreiten:
1. Klasse 15 Minuten, 2. Kl. 30 Min., 3./4. Kl. 45 Min., 5./6. Kl. 60 Min., 7./8./9. Kl. 90 Min., 10. Kl. 120 Min.
sollen in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe der OSZs in der Woche nicht mehr als 360 Minuten in Anspruch nehmen und sollen ansonsten in der Sekundarstufe II (bei 36 Wochenstunden) 10 Zeitstunden in der Woche nicht überschreiten;
sollen bei Teilzeitunterricht in den berufsbildenden Schulen und in Abendschulen unter Berücksichtigung der zeitlichen Belastung durch die betriebliche Ausbildung
bzw. Berufstätigkeit erteilt werden. Entsprechend der Anzahl der Wochenstunden soll der Umfang von 120 bis 180 Minuten pro Woche nicht überschritten werden.
Über Sinn und Zweck von Hausaufgaben - zumindest in Grundschulen - wird unter PädagogInnen durchaus gestritten. An keiner Stelle ist in schulrechtlichen Vorschriften die Pflicht zur Erteilung von Hausaufgaben festgelegt, wohl aber diverse Einschränkungen.
Hausaufgaben müssen altersgemäß und zumutbar sein, sie dürfen die Zeit für eigene Aktivitäten nicht zu stark beschneiden und als Mittel der Disziplinierung sind sie verboten. Werden sie erteilt, sind die SchülerInnen natürlich verpflichtet, sie zu erledigen.
In die Leistungsbewertung gehen sie als "sonstige Leistungsnachweise" ein, allerdings wird nicht festgelegt, mit welchem Anteil.
Schulkonferenzen können Grundlagen für die Erteilung von Hausaufgaben beschließen und so auch den Stellenwert von Hausaufgaben an ihrer Schule bestimmen. In diesem Rahmen ist es dann Aufgabe der Klassenkonferenzen, über Umfang und Verteilung der Hausaufgaben für die jeweilige Klasse zu entscheiden.
In den (nicht mehr offiziell gültigen) Ausführungsvorschriften über Hausaufgaben von 1991 sind einige Vorgaben enthalten, auf die man sich sinngemäß noch beziehen kann, solange die Schulkonferenz noch keine Grundsatzbeschlüsse zu Hausaufgaben für die einzelne Schule gefasst hat:
Hausaufgaben
müssen selbständig angefertigt werden können;
müssen der Leistungsfähigkeit der SchülerInnen entsprechen und dürfen nicht überfordern;
dürfen die Freizeit nicht unangemessen einschränken;
unterstützen den Unterricht;
können mündlich und schriftlich sein;
können zur Vorbereitung von Unterrichtsvorhaben dienen;
müssen unter didaktischen Gesichtspunkten notwendig sein;
sollen im Unterricht ausgewertet und kontrolliert werden;
können auch schriftlich kontrolliert werden, wobei die Kontrolle 10 Minuten nicht überschreiten darf
http://www.gew-berlin.de/documents_public/sg15_2008.pdf
Hausaufgaben
Hausaufgaben (auch Schulaufgaben) sind jene Tätigkeiten, welche den Schülern von der Schule zur Erledigung außerhalb der Unterrichtszeit übertragen werden und ohne Hilfe selbstständig bearbeitet werden. /11/
Weiterlesen: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/2843.html
2. Forschungsergebnisse
Hausaufgaben sind überflüssig!
Das Institut für Berufliche Fachrichtungen der TU Dresden untersucht Strategien zum Wissenserwerb
Kim-Astrid Magister, Pressestelle Technische Universität Dresden 31.01.2008 10:37
Seit gut 150 Jahren gibt es allgemeinbildende Schulen in Deutschland, und genauso lange existiert der Hauptfeind aller freien, unbeschwerten Nachmittagsvergnügungen - Hausaufgaben. Erstaunlich dabei: es handelt sich offenbar mehr um ein pädagogisches Ritual als um eine im schulischen Sinn Erfolg versprechende Maßnahme. Zahlreiche Studien haben nämlich gezeigt, dass Hausaufgaben keinerlei nachweisbaren Einfluss auf die Schulnoten haben. Professor Hans Gängler von der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden erklärt das so: gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben. Ob man also die Mathe-Hausaufgaben direkt nach der Schule, nachts unter der Bettdecke oder überhaupt nicht macht: der Effekt auf die Zeugniszensur ist derselbe, nämlich gleich null.
Schon fast empörend ist es da, dass Hausaufgaben heutzutage von Lehrern einfach "verschrieben" werden, in der Annahme, sie würden schon irgendeinen positiven Effekt auf die Schüler haben. Hans Gänglers Umfragen unter Lehrern in Ganztagsschulen haben erbracht, dass etwa ein Drittel der Befragten zugab, gar nicht einschätzen zu können, ob Hausaufgaben überhaupt irgendeinen Effekt auf die Schüler hätten. Viele Lehrer gaben frei heraus zu: "Bei drei Vierteln meiner Schüler bringen Hausaufgaben überhaupt nichts."
Nun hat die Einführung von Ganztagsangeboten bundesweit zu einer enormen Erhöhung der so genannten "Hausaufgabenbetreuung" geführt. Die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen Schülern nach der Schule unter Aufsicht mit den Hausaufgaben zu befassen, ist bei weitem das häufigste Ganztagsangebot überhaupt: 70 Prozent aller sächsischen Ganztagsschüler nehmen mehrmals in der Woche an Hausaufgabenbetreuungen teil. Professor Gängler hat die Wirkung solcher Angebote untersucht, die Aussagen von Lehrern, Schülern und Eltern gesammelt. Sein Fazit: Hausaufgaben haben keinerlei Effekt in Hinblick auf die Schulleistung. In den Zensuren schlägt sich die nachmittägliche Quälerei mitnichten nieder. Entscheidend ist nicht die Hausaufgabe, sondern die qualifizierte pädagogische Betreuung.
Eine zusätzliche Problematik soll dabei nicht verschwiegen werden: wenn die Hausaufgaben zuhause gemacht werden, haben Schüler aus einkommensschwachen Schichten einen klaren Nachteil. Gängler nennt dazu eine Zahl: fast fünf Milliarden Euro werden in Deutschland jedes Jahr für Nachhilfestunden und Hausaufgabenbetreuung bezahlt. Da hilft eben die Ganztagsschule mit ihrem alternativen und natürlich kostenlosen Angebot - weswegen Hans Gängler dafür plädiert, Hausaufgabenbetreuung auch anzubieten, solange es eben noch Hausaufgaben gibt. Grundsätzlich jedoch wirbt der Forscher dafür, die Strategien zum Wissenserwerb direkt im Unterricht zu vermitteln und durch entsprechende, pädagogisch begleitete Übungs- und Förderangebote im Rahmen der Ganztagsangebote zu begleiten. Und dann könnten Hausaufgaben endlich der Vergangenheit angehören.
http://idw-online.de/pages/de/news245011
http://tu-dresden.de/aktuelles/newsarchiv/2008/2/hausaufgaben/newsarticle_view
Prof. Dr. Hans Gängler
Forschungsgruppe Ganztagsschule/ Fak. Erziehungswissenschaften TU Dresden 1
Einige Ergebnisse aus der sächsischen Ganztagsschulforschung
1. Hausaufgaben bei Halbtagsschülern und Ganztagsschülern
2. Hausaufgaben an Schulen mit Ganztagsangeboten
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Michaela Kropf, Ulrich Trautwein
Das Hausaufgabenverhalten und die Hausaufgabenmotivation von Schülern âxx und was ihre Eltern darüber wissen
Schüler und Eltern wurden befragt über ihre Einschätzungen zur Hausaufgabenzeit und Ernsthaftigkeit der Bearbeitung sowie zur Sorgfalt, Selbstwirksamkeit und der Nützlichkeit der Hausaufgaben im Fach Mathematik. ...
Weiterlesen: http://www.stangl.eu/psychologie/artikel/hausaufgaben-motivation.shtml
Hausaufgaben als Lernchance
Max-Planck-Inxtitit für Bildungsforschung
http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/forschung/eub/projekte/halo.html
FRANK LIPOWSKY
Hausaufgaben: auf die Qualität kommt es an!
Ein Überblick über den Forschungsstand
http://www.bildungsserver.de/pdf/hausaufgaben_lernende_schule.pdf
FRANK LIPOWSKY
Dauerbrenner Hausaufgaben
Befunde der Forschung und Konsequenzen für den Unterricht
http://www.bildungsserver.de/pdf/hausaufgaben_dauerbrenner.pdf
Ilse Nilshon
Hausaufgaben und selbständiges Lernen - ein Paradoxon
http://www.dji.de/bibs/77_projektheft1.pdf
Frank Lipowsky, Katrin Rakoczy, Eckhard Klieme, Kurt Reusser & Christine Pauli
Hausaufgabenpraxis im Mathematikunterricht ein Thema für die Unterrichtsqualitätsforschung?
http://www.bildungsserver.de/pdf/hausaufgaben_mathe.pdf
3. Presseartikel
RECHT - Das kommt nicht in die Tüte
Für die Anzahl von Hausaufgaben und Klassenarbeiten gibt es Richtlinien und Vorschriften
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0809/recht/0070/index.html
Bildungsgewerkschaft zur Studie der Uni Dresden
Frankfurt a.M. - "Hausaufgaben gehören in die Schule und nicht auf den Küchentisch", kommentierte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Studie der Universität Dresden zu Sinn und Unsinn der traditionellen Hausaufgabenpraxis. Nach Aussage der GEW-Vize decken sich die empirisch ermittelten Ergebnisse der Studie, nach denen Hausaufgaben sich weder positiv noch negativ auf die Schülerleistungen auswirken, weitgehend mit den Erfahrungen der Lehrerinnen und Lehrer.
Weiterlesen: http://www.gew.de/GEW_Hausaufgaben_gehoeren_nicht_auf_den_Kuechentisch.html
Studie der Universität Dresden - Hausaufgaben bringen nichts
Wenn es nach Wissenschaftlern der Universität Dresden geht, sollten Lehrer nie wieder Schularbeiten aufgeben. Eine Studie ergab: Ob Schüler Hausaufgaben machen oder nicht, ist eigentlich egal - zu besseren Noten führen sie jedenfalls nicht.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,532362,00.html
Schul-Erkenntnisse - Besser lernen ohne Hausaufgaben
Von Markus Flohr, Britta Mersch und Katrin Schmiedekampf
Vokabeln pauken, Gleichungen lösen, Gedichte abschreiben: Nach der Schule warten Hausaufgaben. Aber bringen die überhaupt etwas? So, wie sie jetzt sind, nicht, sagen Forscher und Schulleiter. Ihr Urteil: Sie machen schwache Schüler schlechter und gute nicht unbedingt besser.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,druck-532588,00.html
Sind Hausaufgaben nur "pädagogisches Ritual"?
http://www.erziehungstrends.de/Hausaufgaben/TUDresden
Kein Bock auf Hausaufgaben? Die Wochenplanarbeit in der IGS Worms
Da viele Kinder und Jugendlichen ihre Hausaufgaben nicht mehr allein bewältigen, nehmen sie die Eltern als Ersatzlehrer in Anspruch oder sie greifen auf die teuren Dienste der Nachhilfeindustrie zurück. Damit es gar erst nicht so weit kommt, hat die IGS Worms die Wochenplanarbeit eingeführt. Sie soll nicht nur die Hausaufgaben ersetzen, sondern den Kindern und Jugendlichen auch die Freude am Lernen wiedergeben.
http://www.ganztagsschulen.org/11609.php
Hausaufgaben - Laisser-faire lernt besser
Durch ständige Kontrolle verunsichern Eltern schwächere Schüler zusätzlich, fanden amerikanische Psychologen heraus - die Noten der Kinder sacken weiter ab. Ratschlag der Forscher: Lieber die Zügel ein bisschen locker lassen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,299811,00.html
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