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Von: Antje Hildebrandt [mailto:xxxxxxxxxxxxxx]
Gesendet: Mittwoch, 5. Oktober 2011 22:35
An: xxxxxxxxxxxxxxxxx
Cc: xxxxxxxxxxxxxxxxx
Betreff: Information und Bitte um Unterstützung
Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Wowereit,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Wolf,
sehr geehrter Herr Schulsenator Zöllner,
sehr geehrter Herr Henkel,
sehr geehrte Frau Künast,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Balzer,
sehr geehrte Frau Bezirksstadträtin Schulze-Berndt,
sehr geehrte Frau Direktorin de Tinseau,
sehr geehrter Herr Landeselternsprecher Peiritsch,
sehr geehrter Herr Gesamtelternvertreter Engelmann
Ist Schule ein Ort der Erziehung zur Demokratie?-
Oder ein Ort, an dem chaotische Schulpolitik auf dem Rücken der Schüler durchgesetzt wird?
Tief bestürzt haben ich am ersten Tag der Herbstferien von der Klassenlehrerin meines Sohnes, Frau xxxxxxxxx, per E-Mail erfahren, dass sie mit sofortiger Wirkung an eine andere Schule zwangsversetzt wird, um den Lehrermangel dort auszugleichen. Ob dies der wahre Grund für diese plötzliche Versetzung ist, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wird hier versucht eine Lücke zu füllen und damit eine große Lücke an anderer Stelle aufzureißen? Sparpolitik auf dem Rücken der Schüler? Kinder sind unsere Zukunft! Wird das hier vergessen?
Frau xxxxxxxx wurde keinerlei Zeit gelassen, um uns Eltern, vor allem aber ihre Schülerinnen und Schüler,die sie seit mehr als drei Jahren unterrichtet, vorher angemessen zu informieren und sich persönlich von ihnen zu verabschieden.
Die überrumpelnde und respektlose Weise der Umsetzung dieser Zwangsversetzung hat für die betroffenen Schülerinnen und Schüler etwas Demütigendes und schwächt sie insgesamt in ihrem Vertrauen, dass sie mit ihren Rechten und Bedürfnissen ernst genommen werden. Hier werden grundlegende menschliche Umgangsformen und demokratische Kommunikationsregeln respektlos missachtet.
Die betroffene Lehrerin, Frau xxxxxxxx, ist die Klassenleiterin der Klasse xxxxxxxx des xxxxxxxx-Gymnasiums und unterrichtet dort mit insgesamt sechs Wochenstunden das Hauptfach Deutsch und Geschichte.
Nicht nachvollziehbar ist für mich diese willkürlich und chaotisch anmutende Entscheidung zur „Abkommandierung“ einer bei den Schülern geschätzten Lehrerin, die durch ihre Einfühlsamkeit für ein ermutigendes, angstfreies Lernklima in der Klasse gesorgt und durch ihr überdurchschnittliches Engagement den Zusammenhalt dieser bunt zusammen gewürfelten, leistungsgefährdeten und nicht unschwierigen Klasse erheblich gestärkt hat. Ihr Wegfall mitten im Halbjahr wird eine empfindliche Lücke in der Klasse zur Folge haben und Schaden für das Lernklima und die Leistungsmotivation anrichten. Besonders jetzt, da die Kinder mitten in der Vorbereitung für ihren MS-Abschluss stehen, ist mit einem bedrohlichen Leistungsabfall zu rechnen, ja, hier ist sogar das Schlimmste zu befürchten, dass einige Schüler aufgrund dessen den entsprechenden Abschluss evtl.nicht schaffen.
Werden respektvoller Umgang und gegenseitige Achtung langsam zu Fremdwörtern an der Schule? Sollten nicht ausgerechnet diese Werte jungen Menschen durch das Vorbild Erwachsener vermittelt werden?
Ich bitte Sie, Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und unser Ziel zu unterstützen, dass diese Versetzung, die auf unsere große Empörung trifft, rückgängig gemacht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Antje Hildebrandt
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11.10.2011
(red) Vor zehn Jahren – am 4.12.2001 – wurden die ersten PISA-Ergebnisse veröffentlicht. Und die waren für Deutschland nicht gerade schmeichelhaft. Sind die letzten zehn Jahre genutzt worden, um das deutsche Bildungssystem erfolgreicher zu machen?, fragte www.didacta-bildungsklick.tv den Bildungshistoriker Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth. Hier seine Antworten:
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11. Oktober 2011, 13:17 Uhr
Von Heike Sonnberger und Oliver Trenkamp
Schlechte Chancen, große Hoffnungen - türkischstämmige Eltern sehen ihre Kinder in der Schule benachteiligt. Doch eine neue Studie zeigt: Sie geben sich auch viel mehr Mühe als Deutschstämmige, ihre Kleinen zu unterstützen. Bei aller Unzufriedenheit glauben sie fest daran, dass aus ihren Kindern etwas wird.
Weiterlesen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,791036,00.html
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Miriam Hollstein
08.10.2011.
"Toa" statt "Tor": Viele Grundschüler lernen mit einer Methode Lesen und Schreiben, bei der auf Regeln verzichtet wird. Pädagogen warnen.
Weiterlesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13649071/Wenn-in-der-Schule-Falsches-richtig-ist.html
